Praxistitel

DR. MED. DIPL.-ING. DIERK LANGENBECK

Facharzt für Allgemeinmedizin - Akupunktur - Homöopathie - Stuttgart - Vaihingen

  • Milchglas

    Milch kann der Gesundheit schaden.

MILCH:

Viele glauben, Milch sei bestens für unsere Gesunderhaltung geeignet. Nur wenige fragen sich, ob es schädlich sein könnte, wenn erwachsene Menschen Säuglingsnahrung zu sich nehmen, deren Zusammensetzung auf das Kalb optimiert ist. Immer mehr Ärzte aber sehen das Thema Milch zunehmend kritisch und diskutieren Zusammenhänge zu Zivilisationserkrankungen wie Adipositas, Altersdiabetes, Prostata- und Brustkrebs sowie Demenzerkrankungen.
Die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesen bedrohlichen Zusammenhängen mehren sich. Prof. B.C. Melnik vom Fachbereich Dermatologie, Umweltmedizin und Gesundheitstheorie der Universität Osnabrück, hat eindrucksvoll dargelegt, wie die Milch in den Körperzellen des Milchempfängers - natürlicherweise des Neugeborenen - den Zentralschalter des Wachstums, den Enzymkomplex mTORC1, aktiviert. Die Milch transportiert alle notwendigen Signale zur Stimulierung der Zellteilung. Von besonderer Bedeutung für die mTORC1-Aktivierung sind essentielle Aminosäuren, die im Milcheiweiß in hochkonzentrierter Form enthalten sind, die zusätzlich zur Ausschüttung von weiteren Wachstumshormonen - Insulin und IGF-1- führen.

Die Milch verfügt aber über eine zweite, hochbrisante Signalebene, die vermutlich einem virusartigen Mechanismus entspricht. Hierbei handelt es sich um die Übertragung von genetischem Material durch Mikro-Ribonukleinsäuren (Mikro-RNS), die in Form virusartiger Partikel dem Milchempfänger zugeführt werden. Mikro-RNS ist ein archaisches genetisches Steuerungselement aller Säugetiere, das gezielt die Bildung von „bremsenden“ Eiweißmolekülen abschaltet, was eine weitere Wachstumsbeschleunigung zur Folge hat.
In der Wachstumszeit nach der Geburt sind diese Wachstumsbeschleuniger nötig und wünschenswert. Bedenklich ist jedoch deren Daueranwendung wenn Menschen ausgewachsen sind. Denn beide Mechanismen begünstigen die Entwicklung mTORC1-abhängiger Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht (übermäßige Stimulation der Fettzellen), Diabetes (Überaktvierung der Insulin-bildenden Inselzellen der Bauchspeicheldrüse), Krebs (Überstimulierung mTORC1-abhängigen Wachstums von Krebszellen), Demenz (Vermehrte Aktivierung der Proteinbiosynthese in Nervenzellen) und Akne (Überstimulation der Talgdrüsen).